Krafttier Amsel

Krafttier Amsel
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„Ich bin das weiseste unter den Tieren, sogar der Führer von den Vieren. 
Jede Himmelsrichtung hat sein Gesicht, im Norden oben wache ich. 
Dort, wo alles beginnt, das Rad der Schöpfung den Anfang nimmt. 
Stehe ich und überwache den Weltenlauf, passe auf dich, 
die Liebe und die göttliche Ordnung auf. 
Denn wenn alles seinen Platz einnimmt, ist es die Harmonie, die alles bestimmt. 
Die göttliche Führung lehrt dich durch mich, mit der Stimme der Weltenseele spreche ich. Verlasse dich auf meine Führung, sie basiert auf der inneren Spürung.
 Heil all denen, die in Ordnung sind, denn sie sind jene, denen der göttlich Plan bestimmt. 
Frei kannst du sein, wende dich ab vom dem Schein, hin zum Leben selbst, 
fernab der materiellen Welt! Dort wo der spirituelle Weg deiner Seele beginnt, 
die Heilung der Ahnen, die Verbindung zur Erde - das Innere Kind. 
Sanft führe ich dich zum Lieben zurück, denn dort liegt letztendlich das einzige Glück!“

Ein zauberhafter Sangeskünstler ist die Amsel. Sie beginnt ihr Lied meist morgens und abends, mit einer harmonischen flötenhaften Melodie und vollendet diese mit einer längeren zwitschernden Strophe. Viele Menschen lauschen gerne dem Gesang dieses Krafttieres, da er heiter, ausbalancierend und berührend wirkt. Der einst scheue Waldvogel verzaubert heute in Europas Laubwäldern, Gärten,  Parks und Städten. Gleichermaßen ist die Amsel auch in Nordafrika, Zentralasien und Neuseeland zu finden. Dieses Krafttier findet sich gerne in großen Scharen zusammen. Innerhalb der Brutzeit ist sie jedoch ein energischer Einzelgänger, der sein Revier verteidigt.

Die Kelten verehrten das Krafttier Amsel aufgrund ihres Gesangs als Verbinderin und Torhüterin zur Anderswelt und da sie die Früchte der Eberesche, des heiligen Baumes der Druiden – jener keltischen Schamanen, liebte. Somit galt sie auch als Wächterin des heiligen Baumes. Sie gaben ihr den Namen „Druid Dhub - schwarzer Druide“.

Durch ihren Gesang versetzte sie die Zuhörer während der Befreiung Mabons, den Sohn der Schutzherrin der Anderswelt in der walisischen Mythologie, in tiefe Trance, machte sie willenlos und verführte sie ins Jenseits. Ihre Begleiter waren neben der Amsel, der Adler, die Eule, der Hirsch und der Lachs – sie  sind die fünf die am längsten auf der Welt lebenden Tiere.

Im Mittelalter wurden diesem Krafttier magische Kräfte zugesprochen. So galten Häuser mit einem Amselnest sicher vor Unwettern und Krankheiten. Amseln waren Begleiter und Hausgeister von Hexen. Der Schwarzdrossel, wie sie auch genannt wird, schrieb man zu jener Zeit die Unterwelt und das Totenreich zu. Amselenergie steht im Schamanismus symbolisch für den Kontakt zu den Ahnen, die Kraft der Magie und das Wissen um die alten Bräuche. Die Rune Rhaido ist mit der Amsel verbunden und symbolisiert das Reisen durch andere Welten. Sie stärkt das Gefühl für die Rhythmen des Lebens.

In bekannten Volksliedern wie die „Vogelhochzeit“ oder „Alle Vögel sind schon da“ finden wir sie wieder. Fliegt sie einem Franzosen über den Weg, gilt sie als gutes Omen.

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