Krafttier Kondor

Krafttier Kondor
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„Ich bete für die ganze Welt, nichts existiert, das mich nicht enthält. 
Ich bin der Vogel der großen Schöpferkraft, die Macht des Herzens ist in dir entfacht. 
Ich hüte und behüte, voller Liebe, voller Güte. 
Kannst du immer auf mich zählen, kümmere dich um das, was dir am Herzen liegt, 
lass dich von den Belanglosigkeiten des Verstandes nicht quälen. 
Denn nur mit dem Herzen sieht man gut, 
doch den Herzensweg zu leben, erfordert Kämpfergeist und Mut.

Ich leih dir mein Auge, das alles sieht – leih dir meinen Großmut, der die Ungerechtigkeit besiegt. Zusammen sind wir stark, so stark, dass uns niemand unserer Kraft berauben mag! 
So stark, das uns niemand etwas vorspielen kann. 
Denn ich durchschaue die Schleier des Seins, wie Herbstlaub fällt die Fassade des Scheins. Spürst du die Ohnmacht, rufe mich! Spürst du die Einsamkeit, rette ich dich! 
Spürst du den Wunsch nach Verbindung, kommt meine Feder herbei, 
öffnet im Nu, nimmt vom Herzen das Blei.
Ich bin dein Begleiter auf all deinen Wegen, höre mein Singen und spür meinen Segen!“

Der Kondor ist das älteste noch lebende Tier der Welt, da sich seine Existenz anhand von Fossilien ca. 55 Millionen Jahre zurückverfolgen lässt. Gleichzeitig zählt dieser Greifvogel zu den bedrohten Tierarten.

Es wird zwischen zwei Kondorarten unterschieden. Dem Andenkondor der von Patagonien bis Venezuela anzutreffen ist, der eine weiße Halskrause aufzeigt und dem kalifornischen Kondor dem man von der Westküste Nordamerikas bis Washington begegnet - er trägt eine schwarze Halskrause.

Kondore können bis zu 15 kg schwer und 110 cm lang werden. Mit einer Flügelspannweite von über drei Metern fliegen sie bis zu 55 km/h in einer Höhe von 7000 Metern. Somit lassen sie jeden anderen Vogel unter sich.

Als Aasfresser zählt dieses Krafttier zu der Familie der Geier. Doch sie laben sich auch an kranken oder verendenden Tieren und geraubten Vogeleiern. Wenn es dem Kondor danach ist, jagt er z.B. Kühe, Schafe oder Ziegen auch aus der Luft, indem er sie in die Abgründe treibt. Das kommt jedoch eher selten vor, da der von Hause aus lieber von anderen die Arbeit machen lässt. So wartet er geduldig bis die Jäger satt sind um seinen Teil danach einzufordern. Mit seinem elfenbeinfarbigen, hakenförmigen Schnabel wird die Mahlzeit in die rechte Größe gebracht.

Das grundsätzlich monogame Krafttier legt ein Ei pro Jahr. Nach einem halben Jahr im Nest, begleitet es die Eltern noch einige Monate. Kondore werden in Zoos bis zu 80 Jahre alt, in freier Wildbahn ca. 40 Jahre.

Als Bote der der Götter und des Großen Geistes, wird der Andenkondor in den Bergregionen Südamerikas hoch verehrt, da er ebenso die Kräfte seines Seins in sich vereint. Als beliebter Wappenvogel Südamerikas ist er z.B. in Ecuador, Bolivien, Chile und Kolumbien zu finden.  Man sagt sich, dass er mit den Berggeistern der Anden in Verbindung steht und mit seinen Krallen das Urteil der Götter vollstreckt. Wurde ein Tabu gebrochen, so wird er die Botschaft der Götter über Blitz und Donner verkünden.

Dieses Krafttier ist die Verbindung der Gegensätze. So bringt das Krafttier Kondor Tod und Leben, vereint Himmel und Erde, Tag und Nacht, Licht und Schatten, Sonne und Mond, männlich und weiblich, Verborgenes und Offensichtliches. Er ist der Wanderer zwischen den Welten, Raum und Zeit. Um dies vollbringen zu können wurde einst sein Herz in einem geheimen Tempel in den Bergen verborgen. Man sagt  sich, dass er sein Leben im Todesflug an einem Berg beendet wobei er zu seinem Herzen und der tief liegenden Wahrheit der Berge zurückkehrt.

Es gibt viele überlieferte Kondorbräuche, die jedoch in den aller seltensten Fällen niedergeschrieben wurden. In all diesen nimmt er schicksalhafte Rollen für den Menschen ein. So ist er Richter und Heiler, Zerstörer und Wissender, Eingeweihter und Botschafter, Orakeltier und Begleiter. Er ist das alles sehende Auge, seine Federn und Krallen erbringen eine allumfassende Reinigung der Energien. So steht er symbolisch für das spirituelle Erwachen.

Mit seiner Energie, vermag es es uns auf seinen Flügeln zu den alten Weisen tragen, die über die Erde wachen und die Geschicke der Menschen lenken.

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