Krafttier Krokodil

Krafttier Krokodil
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„Schnell bin ich in meinem Instinkt. Ich handle ohne zu überlegen,
deshalb bin ich so geschwind. Dieses Wissen gibt mir große Macht,
die im Laufe der Evolution im Unbewussten entfacht. 
Das Wissen aller Dinge schlummert innerhalb meiner Sinne. 
Kraft und Grenze liegen oft nah beisammen,
willst du deine Kräfte halten, brauchst du um gesetzte Grenzen nicht bangen.

Denn jeder hat seinen Raum, gesteh ihn dir ein,
verlasse deinen „Alles muss immer gut sein“-Traum, denn so kann es auf Dauer nicht sein. Scharfer Sinne, durch die rohe Kraft gelähmt, hab ich schon so manchen Feind gezähmt. Denn nicht jeder will mir etwas Gutes – trotzdem stehe ich gerne bei, wenn jemand in Not ist. Soviel Kraft hab ich, kann ich sie geben, begleite Mensch und Tier auf ihren Wegen.
Mit mir als Gefährten bist du so stark, dass dich nichts hinunter zu ziehen vermag.

Der Spirit lebt in mir, in Form von roher Energie! Forme sie!
Dann wirst du auf ewig heldenhafter Taten sein. Lebe sie und du wirst durch deine Präsenz die anderen aus ihren selbstgebauten inneren Käfigen befreien. Denn ich bin der Befreier, befreie des Seelenweges Kraft, unterstütze dich beim Träumen, geb dir zurück deine Macht!“

Die Panzerechse, wie das Krokodil auch genannt wird, ist die älteste Reptilienart dieser Welt. Wie Vögel, Leguane und Warane sind auch Krokodile echte Nachfahren der Archosaurius Gruppe, die nah mit den Dinosauriern verwandt sind. Ganz genau genommen sind sie amphibische Reptilien und somit die letzten überlebenden Dinosaurier.  Da sie sich den unterschiedlichsten Lebensräumen angepasst haben,  findet man sie sowohl in Süd-, Nord- und Mittelamerika sowie in Australien und Asien.

Das Gewässer liebende Tier mag entweder Süß- oder Salzwasser. Doch es gibt auch eine Mischvariante, die Brackwasserkrokodile, welche in beiden Gewässern (Flüsse, Seen und Meere) leben können. Die verschiedenen Arten unterscheiden sich in erster Linie in ihrer Größe (1- max.10 Meter) und dem Gewicht (100- ca.800 kg), wobei die Männchen meist größer sind als die Weibchen.

Dieses Krafttier ist zwar ein Einzelgänger, doch wird ihm ein intensiver Sexualtrieb nachgesagt. So entstehen in einer Legung schon mal 30-90 Eier,  die von der Sonne ausgebrütet werden. Nach dem Schlüpfen der Jungen wird der Beschützerinstinkt der Weibchen noch intensiviert, was sie besonders gefährlich macht. Trotz ihrer dicken, panzerartigen Haut sind sie sowohl an Wasser wie auch an Land sehr schnelle Tiere. So meint man oft, dass sie träge vor sich her dösen und sich auf dem ruhigen Wasser treiben lassen, doch im nächsten Moment schlagen sie auch schon zu. Dies geschieht allerdings nur wenn sie Hunger haben, wie beruhigend oder.

Generell sind Krokodile trickreich. Das tagaktive Tier ist durch seine dunkelgrüne bis graue Färbung im Wasser kaum sichtbar. So tauchen sie z.B. gerne tief unter die Wasseroberfläche,  beobachten ihre Beute lautlos um dann unvermutet zuzuschnappen. Der Fleischfresser mag Frösche, Schildkröten, kleine Säugetiere und auch Insekten. Der Kannibale mag kleine, mundgerechte Stücke. Damit dies gelingt setzt er die so genannte Todesrolle ein, wobei er sich und seine Beute mehrfach um die eigene Achse dreht, um sie zu zerkleinern.

Wer seine Angst überwinden, die Vergangenheit bewältigen, sich seiner Kraft bewusst werden und Heilung erfahren möchte, der Reise nach Ägypten. Dort findet man Tempel, welche einst dem Krokodil- und Wassergott Sobek geweiht wurden und für die Kraft des Wandels stehen. Sobek, auch Suchos genannt, gilt in Ägypten als Gott der Fruchtbarkeit, welcher sich in ein Krokodil verwandeln kann. So ließ er Wasser über die Ufer des Nils treten und machte, durch den mitgebrachten Schwemmschlamm die Ufer einst fruchtbar. Doch er besitzt nicht nur die Kraft der Schöpfung, sondern auch die der Zerstörung, indem er Ernten durch Überschwemmungen vernichtet. Auch Seth, dem  düsteren ägyptischen Gott ist das Krokodil zugeordnet da dieser durch Trennung Bewusstsein schafft.

Verstorbene wurden im alten Ägypten einer letzten und schlussendlichen Prüfung unterzogen. Osiris, der ägyptische Totengott wog, am letzten Tag, an der Pforte zum Tod das Herz der Verstorbenen auf einer Waage gegen das Gewicht einer Feder auf. Wenn das Herz schwerer war als die Feder, was bedeutete das die selbstsüchtigen, manipulativ und verletztenden Taten des Lebens den positiven und liebevollen überwogen, wurde die Seele als Bestrafung und zur Läuterung vom Krokodilgott Ammit verspeist. War das Herz so leicht oder leichter wie eine Feder, konnte der Verstorbene ungehindert weiter reisen ins Ahnenreich der Seelen.

Da Ägypten für das Christentum eine bedrohliche Macht darstellte, nutzen sie das Krokodil als Symbol für Gefahren, Laster und auch für die Reue.

Im Urmeer schwimmend, trägt bei den Maya das Krokodil Imix die Welt auf seinem Rücken. So wird das Krafttier Krokodil als Uranfang, Urgeist der Welt gesehen, welches den Urgrund allen Seins, Wachstum, Fülle und Reichtum verkörpert. Doch dieses Krafttier verbindet nicht nur erdige und stabile Aspekte der Echse, sondern auch all jene der Gefühlswelt, da es ebenso im Wasser lebt.

In vielen Naturvölkern repräsentiert das Krokodil die Mutter Erde, welche die Fähigkeit hat Gefühle zu materialisieren. Die Verbindung von Erde mit Wasser lässt Fruchtbarkeit entstehen. So kann das Wasser an einer Stelle verweilen und einfach sein, ohne irgendwohin fließen zu wollen.

Gleichermaßen steht das Krokodil als Reiseführer in die Unterwelt. So zeigt in Mexiko der Sarkophag von Pascal den Großen, wie der Herrscher vom „Erdungeheuer“ verschlungen wird, in die Erde gelangt und ins Reich der Toten reist.

Urwissen, Empfänglichkeit, Wurzeln und Urvertrauen stehen im Zeichen des Krokodiles. Sein Amulett zu tragen, verleiht das Wissen von unsterblichen und allgegenwärtigen „Ich bin, der ich bin“ - der Essenz allen Seins.

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