Krafttier Rabe

Krafttier Rabe
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„Krah, Krah, Krah… ist das Leben nicht wunderbar.
Von hier oben sieht alles so putzig aus, die kleinen Menschen, jedes kleine Haus.
Komm mit auf die Reise, koste von der Götterspeise,
die ich dir bringe, unaufhaltsam von ihr singe.
Einst wurde ich im Brunnen des Wissens getauft, hab die Wege des Schicksals gesehen,
auf denen ich mich nimmer verlauf. Ist das Leben nicht ein großer Spaß,
wo bleibt der Applaus? Versteif dich nicht zu sehr, sehe was ich sehe,
das nimmt die Anspannung raus. Nimm dich selbst mal nicht so ernst!
Wäre Gott so ernst gewesen, hätte er bestimmt keine Früchte erlesen –
hmmm… so köstlich und frisch!

Das Leben ist Genuss und Lust - tauche ein -, 
aber verstricke dich nicht, sonst wird’s zum Frust. 
Meine Weisheit gibt dir Kraft und Sicht, auf dass du dem „öden“ Alltag entwischt.
Ich führe dich in göttliche Gefilde, sei wachsam und ehrlich,
dann bist du der Einäugige unter den Blinden.
Hops, Hops, eile ich herbei, wenn du mich rufst, hör meinen göttlichen Schrei!“

Der Rabe gehört zu den intelligentesten Tieren im Tierreich. Sein Gedächtnis, seine Fähigkeit Werkzeuge zu gebrauchen, die ausgeprägte Lernfähigkeit und im voraus planen zu können ist sehr hoch ausgeprägt.  So können Raben sich auch jahrelang bestimmte menschliche Gesichter einprägen und diese mit positiven (z.B. Fütterung) oder negativen Gedanken (z.B. durch Jagd) verknüpfen. Überhaupt haben sie ein ausgeprägtes Sozialverhalten, sind sehr treu und können sehr anhänglich sein. Manchmal fügen sie sich zu Schwärmen zusammen formatieren sich so, dass sie nach viel mehr aussehen als sie tatsächlich sind. Sie mögen Spaß, vollführen Luftrollen, schlittern im Schnee oder nehmen ein Luftbad. Durch ihr schwarzes Federkleid sieht der Mensch sie oft als Bedrohung für andere Tiere und die Saat. Sie haben den Ruf der mordenden Wilderer, was nicht der Wahrheit entspricht, da sie im allgemeinen Aasfresser sind. Überhaupt essen sie alles und sind sehr kreativ bei der Beschaffung von Nahrung. Ihr Schnabel ist zu weich um z.B. Nussschalen zu knacken. Daher lassen sie diese aus dem Flug fallen um an die weiche Nuss zu gelangen, clever.

Rabenvögel kommen zwar nicht in der Antarktis, dafür ansonsten weltweit vor. Es gibt ca. 117 ihrer Art, zu denen auch Krähen, Elstern, Eichelhäher und Dolen zählen. Feld und Flur ist ihr Zuhause, wo sie hohe Bäume und Felsnischen als Nistplätze nutzen. Haben sich Paare erst mal gefunden, bleiben sie ein Leben lang zusammen. Als Rabeneltern kann man sie wirklich nicht bezeichnen, da sie nach dem Schlüpfen der 1-3 Jungen, diese noch ca. 40 Tage liebevoll umsorgen.

Ein Rabe kann eine Größe von ca. 67 cm erreichen und eine Flügelspannweite von in etwa 120 cm.  Raben unterscheiden sich durch Körpergröße und dem schwarzen Federbüschel am Schnabelansatz. Dieses Krafttier hat fast keine Feinde, da es eine hohe Wehrfähigkeit hat, insbesondere wenn es in der Gruppe auftritt.

In vielen Kulturen wird der Rabe sehr bewundert, ja verehrt, da er sich durch seine überragende Intelligenz und seine mystisch-magische Ausstrahlung auszeichnet. Durch sein schwarzes Gefieder zeigt er auf der einen Seite die dunklen Kräfte auf, wird auf der anderen Seite aber der Sonne zugeordnet. Das Rabenpärchen Hugin (das Denken) und Munin (das Gedächtnis) fliegen, als Boten des germanischen Göttervaters Odin, bei Sonnenaufgang fort und kehren bei Sonnenuntergang auf Odins Schulter zurück. In der Nacht erzählen Sie Odin flüsternd ihr Beobachtungen und Neuigkeiten aus der Welt. Sie sollen Odins linkes Auge ersetzen, das er einst am Weltenbaum opferte um Weisheit zu erlangen.

Die keltische Kriegs- und Todesgöttin Morrigan erscheint in der Gestalt eines Raben oder einer Krähe und holt die Seelen von jenen Kriegern die in der Schlacht gefallen sind nach Walhalla (die Halle der Gefallenen).  Für die Wikinger steht der Rabe für Fruchtbarkeit, Hoffnung und dem ewigen Kreislauf bzw. Verbindung von Leben und Tod.  In China lebt ein dreibeiniger Rabe, so sagt man, welche die drei Stadien der Sonne verkörpert: Sonnenaufgang, Zenit und Sonnenuntergang. Im Christentum symbolisiert der schwarze Vogel den Tod und Alchemisten sahen ihn als Untergang der Welt.

In schamanischen Heilsitzungen werden Rabenfedern oder  benutzt um dunkle, verborgene Energien zu öffnen, zu bannen und somit den Verlauf des Schicksals heilsam zu wandeln.  Wer ein Rabenamulett trägt soll Weisheit, Toleranz, Sensibilität erfahren und die Kraft der Visionen erhalten.

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